Fotos und Dias halten nicht für immer.
Digitalisieren hilft.

Mit der Zeit verlieren Dias, Fotos und Negative ihre Farben und verblassen.
Professionell ausgeführtes Scannen kann Ihre Erinnerungen retten.

Verblassen — Fotos halten nicht ewig!

Fotos verblassen mit der Zeit. Der Schuldige ist allerdings nicht das Licht, sondern die Haltbarkeit der Fotos selbst.

Farbverlust — selbst in der Dunkelheit

Fotos, Dias und Negative verlieren Ihre Farbe selbst wenn Sie diese im Dunkeln aufbewahren.
Mit diesen Tipps können Sie den Verfall verlangsamen.

Zerkratzen — der unsichtbare Feind

Trotz Schutzbeschichtung verkratzen Dias und Negative mir nichts dir nichts.
Wir geben Ihnen Tipps, wie sie das Verkratzen vermeiden können.

Katastrophen — Warum Ihre Bilder zu Hause nicht sicher sind

Von vielen unterschätzt, aber eine reale Bedrohung: Katastrophen.
Welche Katastrophen Ihre Bilder besonders bedrohen.

Bilder selber scannen? — Was Sie beachten sollten.

Sie wollen Ihre Bilder selbst digitalisieren? Dann haben Sie sich etwas vorgenommen!
Hier sind ein paar Tipps von uns, damit es trotzdem gelingt.

 

Verblassen

Fotos verblassen mit der Zeit.

Insbesondere solche von vor 1991. Dies liegt daran, dass die drei Farbchemikalien (blau, gelb, rot), aus denen sich alle Fotos zusammensetzen, chemisch instabil sind. Sie werden ab dem Moment der Belichtung des Fotos schwächer. Und sobald Licht auf ein Foto trifft, beschleunigt sich dieser Prozess nur noch.

Somit verblassen Fotos mit der Zeit, ohne dass man etwas falsch gemacht haben müsste. Neben diesem generellen Detail- und Farbverlust kommt es zusätzlich oft zu einer Farbverschiebung, da die drei Farbchemikalien mit unterschiedlicher Geschwindigkeit verfallen.

Bevor es Scanner und digitale Bildbearbeitungssoftware gab, waren verblasste Fotos schlichtweg verloren. Glücklicherweise kann man heutzutage ein Verblassen wieder korrigieren. Allerdings ist dies nur bis zu einem bestimmten Grad des Verblassens möglich, so dass Sie nicht zu lange warten sollten.

 

Farbverlust

Fotos, aber auch Negative und Dias können ihre Farben mit der Zeit verlieren.

Ähnlich dem Verblassen, sind Farbverluste möglicherweise noch gefährlicher, da sie oft an Fotos auftreten, die man nicht oft anguckt. Selbst wenn Bilder in der Dunkelheit aufbewahrt werden – also nicht im Fotorahmen dem Sonnenlicht ausgesetzt sind – können sie ihre Farben verlieren, da das Licht zwar den Verfall beschleunigt, diesen jedoch nicht auslöst. Dies liegt daran, dass in einem normalen Zuhause nicht die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit für eine korrekte Aufbewahrung gegeben sind.

Farbstiche sind ein weiterer Schaden, der mit der Zeit auftreten kann. (Aber nicht muss, da dies von den verwendeten Fotochemikalien abhängt.)

Das korrekt ausgeführte Scannen kann Ihre Bilder retten. Allerdings hält das Scannen nur das Foto im jetzigen, bereits verschlechterten Zustand fest. Nur durch Bildbearbeitung kann ihr Bild wieder in den Ursprungszustand zurück versetzt werden. Dies ist in der Regel kostenlos in unserem Scanpreis mit enthalten. Allerdings kann der Verfall auch so stark sein, dass Sie stattdessen einen Fotorestorationsdienst beauftragen sollten.

Tipps, wie Sie Ihre Bilder besser lagern können:

1) Kühl aufbewahren
Sie können die Haltbarkeit von Bildern um das bis zu 10-fache steigern, wenn Sie Ihre Bilder kühl aufbewahren. Beispielsweise lagert die NASA ihre Bilder bei 4°. Generell gilt, je älter die Bilder sind und je länger sie halten sollen, desto kühler sollten sie aufbewahrt werden.

2) Trocken halten
Eine trockene Umgebung ist kritisch. 30% Luftfeuchtigkeit sollten dabei nicht überschritten werden, was zu Hause schwer zu realisieren ist. Eine Möglichkeit wäre die Tiefkühlung in einem luftdichten Behälter.

3) Vermeiden Sie den Keller
Keller sind in Sommermonaten in der Regel zu feucht, als dass man seine Fotos dort guten Gewissens aufbewahren könnte.

 

Zerkratzen

Bilder, insbesondere Dias und Negative können leicht verkratzen.

Zur Zeiten der analogen Fotographie hat man sehr viel Wert darauf gelegt, Zerkratzen zu verhindern, indem man zum Beispiel Schutzfilme auf Dias und Negative aufgetragen hat.

Dennoch sind Dias und Negative kaum vor Zerkratzen gefeit. Das Hauptproblem dabei ist, dass die Kratzer in der Regel nicht mit bloßem Auge zu erkennen sind und erst sichtbar werden, wenn man diese scannt oder ausdruckt.

Staub und Fremdkörper sind das Hauptproblem. Auch wenn Sie vielleicht einmal mit einem scharfen Gegenstand versehentlich einen Kratzer verursachen, stammen die Kratzer in der Regel von Staub oder Fremdkörpern, die auf der Oberfläche reiben. Dies kann bei jeder Handhabung der Dias und Negative passieren, selbst bei einer unsachgemäßen Reinigung!

Tipps für das Vermeiden von Kratzern auf Dias und Negativen

1) In Ruhe lassen
Jedes Mal, wenn Sie etwas mit den Dias oder Negativen machen (umräumen, sortieren, etc.), bringen Sie neuen Staub und andere Fremdkörper ein.

2) Luftdicht lagern
Die Luftzirkulation allein bringt schon ständig neue Staubpartikel zu Ihren Dias. Das Lagern in einem luftdichten Behälter schützt davor.

3) Nicht selber reinigen
Natürlich können Sie Ihre Bilder selber reinigen. Allerdings kann ein nicht fachmännisch ausgeführtes Reinigen Kratzer an Ihren Dias und Negativen verursachen. Nur ein Beispiel: Vermeiden Sie Kreisbewegungen mit einem Reinigungstuch, da dies Kratzer verursachen kann.

4) Bilder scannen lassen
Kein Tipp schützt Ihre Bilder 100%ig. Nur das Scannen ermöglicht „digitale Negative“, die nicht mehr zerkratzt werden können, selbst von Haustieren oder Kindern.

 

Katastrophen

Unwahrscheinlich, aber verheerend.

Auch wenn niemand gerne darüber nachdenkt, bedrohen kleine und große Katastrophen permanent Ihre Erinnerungen.

Wie Fotos durch Katastrophen verloren gehen:

Ursache Anteil
Haben grundsätzlich schon einmal Fotos verloren 54%
    durch Verlegen 37%  
    Umzug 26%
    Kinder oder Haustiere 20%
    Wasserschäden 11%
    Feuerschäden, Naturkatastrophen 7%
Quelle GfK Nord-Amerika, Oktober 2008

Nach Katastrophen wie z.B. Überschwemmungen ist es in einigen Fällen zwar manchmal noch möglich, Bilder (teuer) zu restaurieren. Allerdings ist die Prävention das einzige vernünftige Mittel, das Sie gegen alle Arten von Katastrophen wie z.B. Hausbrände schützt wie auch vor den tagtäglichen „Unfällen“ im Haushalt:

So sind Eltern selten überrascht, wenn Sie erfahren, dass die Wahrscheinlichkeit einer Fotobeschädigung durch Kinder oder Haustiere vier Mal so hoch ist wie durch einen Hausbrand. Aber auch ein Schimmelbefall durch zu hohe Luftfeuchtigkeit oder Nasswerdens von Fotos ruiniert Ihre Fotos sofort.

Lassen Sie es nicht so weit kommen!

 

Selber Scannen

Leichter gesagt, als getan.

Das Selberscannen von Fotos, Dias und Negativen hat einen starken Reiz, da man zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle über seine Bilder behält. Wenn man sich für Technik interessiert, kann dies auch Spaß machen. Dies sollte jedoch vorher gegen die Zeitanforderung, Kosten und Qualitätsansprüche abgewogen werden.

Zeitaufwand für das Scannen

Durchschnittlich besitzen Erwachsene 3.000 Fotos. Nachdem Sie herausgefunden haben, welche Ausrüstung Sie brauchen und wie diese funktioniert, benötigen Sie ca. 7,5 Minuten pro Foto. Dies ergibt sich aus Reinigung (0,5 Minuten), Scannen (1-4 Minuten) und der Nachbearbeitung (4-7 Minuten). Bei 3.000 Fotos ergäbe das ca. 47 Samstage à 8 Stunden.

Kosten für das Scannen

Für eine halbwegs annehmbare Qualität und ohne vielfach so viel Zeit wie oben angegeben zu benötigen, brauchen Sie Ausrüstung, die mehrere tausend Euro kostet (Flachbettscanner, Diascanner, Bildbearbeitungssoftware, etc.). Diese können Sie gegebenenfalls nach Abschluss der Arbeiten wieder verkaufen.

Scanqualität

Das Wichtigste ist allerdings die Qualität. Wenn Sie die Investitionen nicht scheuen und die nötige Zeit aufbringen, muss die Qualität gut genug sein, damit im Nachhinein nicht alles umsonst war. Dafür ist es notwendig, dass Sie sich in die Scan-Hardware und Bildbearbeitungs-Software einarbeiten, um ein entsprechendes Qualitätsniveau zu erreichen.

Tipps für das Selber Scannen

  • Auflösung: Wir empfehlen 600 DPI für Fotos. Scans mit 300 DPI sehen zwar am Bildschirm gut aus, nicht aber im Ausdruck.
  • Organisation: Organisieren Sie die Bilder zumindest grob. Ansonsten verlieren Sie mit der Zeit den Überblick.
  • Dateinamen: Bennen Sie Ihre Dateien systematisch, z.B. „Urlaub 1970 Malcesine.jpg“ anstatt „Roland.jpg“, um später Bilder wieder finden zu können.
  • Scanner-Reinigung: Reinigen Sie den Scanner mindestens alle 50 Scans mit einem faserfreien Tuch.
  • Ausgabedateien: JPG-Dateien sind am besten geeignet. Auch wenn sie eine leicht schlechtere Qualität als TIFFs bieten, ermöglichen Sie einen guten Kompromiss aus Qualität und Dateigröße.
  • Gleichzeitig Scannen: Versuchen Sie, mehrere Bilder gleichzeitig zu scannen, indem Sie einen Abstand von einem Zentimeter zwischen den Bildern lassen.
  • Dia Auflösung: Nutzen Sie eine Auflösung von 4.000 DPI. Auch wenn mehr möglich ist, kommen erfahrungsgemäß zu viele Beschädigungen durch die höhere Auflösung zum Vorschein.
  • Dias reinigen: Benutzen Sie ölfreie Druckluft zur Reinigung der Dias und nicht Ihren eigenen Atem, der eine zu hohe Luftfeuchtigkeit hat.
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